Kurz gesagt: Die Vorteile eines Imagefilms sind Vertrauen, eine Marke mit Gefühl, ein Mittelpunkt für deine Website und ein langer Einsatz auf vielen Kanälen. Diese Vorteile treten aus unserer Sicht erst ein, wenn drei Dinge feststehen: wer den Film sehen soll, wo er läuft und was danach passieren soll. Fehlt eines davon, klär es zuerst. Brauchst du schnelle Anfragen oder Bewerbungen, passt eine andere Filmart besser.
Wir sind DREHGUT, eine Filmproduktion aus Lübeck, und Imagefilme gehören zu unserer Arbeit. Trotzdem bekommst du hier keine lange Liste mit Gründen für den Film. Viele Anfragen, die bei uns ankommen, nennen die Filmart schon im Betreff, bevor ein Gespräch stattgefunden hat. Im Konzeptgespräch, dem ersten Schritt unseres Ablaufs, zeigt sich dann oft, dass genau dieser Film das Problem nicht löst, um das es geht. Deshalb halten wir die Vorteile kurz und sagen dir vor allem, wann du den Imagefilm besser lässt oder verschiebst.
Die Vorteile eines Imagefilms und wann sie eintreten
Wir nennen für den Imagefilm vier Vorteile und knüpfen jeden an eine Bedingung.
| Vorteil | Was das heißt | Unsere Bedingung dafür |
|---|---|---|
| Vertrauen durch echte Einblicke | Kunden sehen echte Menschen aus deinem Betrieb, bevor dein Vertrieb übernimmt | Die richtigen Leute haben dich schon gefunden, und jemand aus deinem Betrieb stellt sich vor die Kamera |
| Eine Marke mit Gefühl | Der Film lässt spüren, was dein Unternehmen ausmacht und wofür es steht | Du weißt, wen du ansprechen willst |
| Mittelpunkt deiner Website | Der Film steht an zentraler Stelle auf deiner Website | Deine Website wird von den richtigen Leuten besucht |
| Langer Einsatz auf vielen Kanälen | Derselbe Film läuft über lange Zeit auf der Website, in sozialen Medien und bei Präsentationen | Dein Unternehmen bleibt vorerst so, wie der Film es zeigt, und du planst den Einsatz vorher |
Warum ein Imagefilm in Frage kommt, ist schnell gesagt: Er zeigt, wer dein Unternehmen ist, wie es denkt und was es von anderen unterscheidet. Das Ziel eines Imagefilms ist Vertrauen. Er soll Kunden und Partner überzeugen, bevor dein Vertrieb übernimmt.
Mehr Sichtbarkeit steht in manchen Listen ebenfalls als Vorteil. Wir zählen sie nicht dazu. Ein Imagefilm, der einmal gedreht wird und dann auf der Website liegt, bringt nicht laufend neue Besucher. Er taucht auch nicht von selbst in den sozialen Medien auf, in denen mögliche neue Kunden täglich unterwegs sind. Für Vertrauen ist er gemacht, für Sichtbarkeit gibt es andere Filmarten.
Wann ein Imagefilm die falsche Wahl ist
Ein Imagefilm ist aus unserer Sicht die falsche Wahl, wenn ihm die Aufgabe, das Publikum oder der Ort fehlt, an dem er läuft. Das zeigt sich in mehreren Fällen, und für jeden gibt es etwas, das besser passt.
Du brauchst schnelle Anfragen oder Verkäufe
Dann lass den Imagefilm. Ein Werbespot passt besser, also ein kurzer Film, der als Anzeige läuft und eine konkrete Reaktion auslösen will. Die zweite Möglichkeit ist regelmäßiger Social Media Content: kurze Videos, die immer wieder erscheinen und dich dauerhaft sichtbar halten. Ein Imagefilm wirkt dagegen über Monate, eine schnelle Reaktion ist nicht sein Ziel.
Dir fehlen Bewerbungen oder dein Vertrieb hört immer denselben Einwand
Wer zu wenige Bewerbungen bekommt, ist mit einem Recruitingfilm besser bedient als mit einem Imagefilm. Ein Recruitingfilm zeigt den Arbeitsalltag und richtet sich an Bewerbende.
Angenommen, ein kleiner Betrieb möchte einen Imagefilm, weil der Wettbewerb auch einen hat. Eigentlich sucht der Betrieb Auszubildende. Ein Film über die Werte des Hauses richtet sich aber an Kunden und Partner. Ein Recruitingfilm zeigt dagegen, wie der erste Arbeitstag aussieht und was den Beruf ausmacht. Für diesen Betrieb wäre der Recruitingfilm die bessere erste Wahl, und der Imagefilm kann warten.
Hört dein Vertrieb immer wieder denselben Einwand, hilft eine Success Story mehr. In einer Success Story erzählt ein echter Kunde vor der Kamera, welches Problem er hatte und wie es gelöst wurde. Die Frage „Funktioniert das wirklich bei uns?“ beantwortet ein Imagefilm nicht.
Es gibt keinen Ort, an dem die richtigen Leute den Film sehen
Ein Imagefilm sollte dort laufen, wo ihn die richtigen Leute zu sehen bekommen. Das kann eine gut besuchte Website sein, eine Messe oder dein Vertrieb, der den Film vor einem Erstgespräch verschickt.
So prüfst du das: Auf welcher Seite deiner Website stünde der Film, und wer kommt dort heute schon vorbei? Wem würde dein Vertrieb den Link schicken? Auf welcher Messe würde der Film laufen? Wenn deine Website kaum Besuch hat, niemand den Film verschickt und du auf keiner Messe stehst, dann lass ihn vorerst. Kennt dich noch kaum jemand, kommt zuerst die Sichtbarkeit, also wieder Werbespot oder Social Media Content.
Der Zeitpunkt passt nicht
Verschieb den Imagefilm, wenn sich dein Unternehmen gerade sichtbar verändert, etwa der Name, der Standort oder das Angebot. Ein Imagefilm soll lange halten, und das gelingt ihm nicht, wenn er schon bald etwas Altes zeigt.
Verschieb ihn auch, wenn bei dir im Betrieb gerade niemand Zeit hat, sich um den Film zu kümmern, oder niemand vor die Kamera möchte. Echte Einblicke brauchen Menschen, die sich zeigen wollen. Frag deshalb vorher im Betrieb, wer gern von seiner Arbeit erzählt.
Ein Foto oder ein Text reicht
Wenn sich deine Botschaft mit einem guten Foto oder einem klaren Text sagen lässt, dann brauchst du keinen Film. Eine Frage hilft bei der Entscheidung: Braucht deine Botschaft Zeit und Bewegung, um glaubwürdig zu sein? Wenn nicht, reicht das Bild. Für Anzeigen haben wir das in unserem Beitrag zu Standbild oder Werbefilm durchgerechnet.
Deine Situation und was passt
| Deine Situation | Das passt |
|---|---|
| Du willst schnelle Anfragen oder Verkäufe | Werbespot oder Social Media Content |
| Dich kennt noch kaum jemand | Werbespot oder Social Media Content |
| Du bekommst zu wenige Bewerbungen | Recruitingfilm |
| Dein Vertrieb hört immer denselben Einwand | Success Story |
| Zielgruppe oder Ziel sind unklar | erst klären, dann Film |
| Name, Standort oder Angebot ändern sich gerade | Imagefilm verschieben |
| Die Botschaft passt in ein Bild oder wenige Sätze | Foto oder Text |
| Kunden kennen dich, trauen dir aber noch wenig zu | Imagefilm |
Welche Filmart welches Problem löst, erklärt unser Beitrag zu den Videoformaten für Unternehmen ausführlich.
Selbsttest: Drei Sätze vor der Anfrage
Beantworte vor der Anfrage diese drei Fragen, jede in einem Satz:
- Wer soll den Film sehen?
- Wo bekommt diese Person den Film zu sehen?
- Was soll sie danach tun?
Wenn alle drei Antworten stehen, passt ein Imagefilm wahrscheinlich. Fehlt eine, ist es für einen Imagefilm zu früh. Klär sie zuerst, allein oder mit uns im Erstgespräch, oder prüf eine andere Filmart.
Angenommen, du bist Zulieferer. Dann könnten deine Antworten so aussehen: Den Film sollen Einkäufer sehen, die dein Angebot vor sich haben. Der Film läuft auf deiner Startseite. Danach sollen sie einen Termin anfragen. Mit solchen Sätzen hat der Film eine Aufgabe.
Zwei Antworten zählen dabei nicht. „Der Wettbewerb hat auch einen“ und „Wir wollen uns mal vorstellen“ sind kein Ziel. Ohne festgelegtes Ziel lässt sich nach dem Dreh nicht sagen, ob der Film etwas gebracht hat. Wie du ein Ziel festlegst und später misst, zeigt unser Beitrag zum Erfolg eines Imagefilms.
Auch wir fangen jedes Projekt mit Fragen an, die Kamera kommt später. Im Konzeptgespräch geht es um Bedarf und Zielgruppe, vor jeder Drehplanung. Manchmal ergibt sich daraus eine andere Filmart als die angefragte, manchmal werden es mehrere kurze Filme statt eines großen. Und manchmal sagen wir, dass der Film gerade noch warten kann.
Wann sich ein Imagefilm lohnt
Ein Imagefilm lohnt sich, wenn Menschen dein Unternehmen schon kennen und dir vor dem ersten Gespräch mehr zutrauen sollen.
Angenommen, ein Handwerksbetrieb bekommt seine Anfragen über Empfehlungen, und die Interessenten sehen sich vor dem Anruf die Website an. Dort finden sie Text und ein paar Fotos, aber niemanden aus dem Betrieb. Hier passt der Imagefilm: Er steht auf der Startseite, und der Betrieb schickt ihn mit dem Angebot mit.
Lang muss der Film dafür nicht sein. Den klassischen langen Imagefilm halten wir für überholt, ein kurzer Film kann denselben Zweck erfüllen. Sinnvoll ist ein Imagefilm also auch heute noch.
Plan außerdem früh, wo der Film nach der Veröffentlichung noch läuft: in kurzen Ausschnitten auf Social Media, im Vertrieb oder auf der Karriereseite. Wer einen Imagefilm einmal veröffentlicht und danach nicht mehr einsetzt, verschenkt nach unserer Einschätzung viel von dem, was der Film bringen kann.
Häufige Fragen
Ein Imagefilm ist ein kurzer Film, der die Persönlichkeit und die Werte deines Unternehmens zeigt. Imagevideo ist ein anderes Wort dafür.
Einen festen Preis für einen Imagefilm haben wir nicht, weil wir jedes Projekt einzeln kalkulieren. Der Preis hängt von der Zahl der Drehtage, den Drehorten und den Reisekosten ab. Einen konkreten Preis nennen wir dir, wenn wir über dein Vorhaben gesprochen haben.
Ein Werbefilm, bei uns heißt er Werbespot, soll Menschen sofort zu einer Handlung bewegen. Er läuft als Anzeige oder auf Social Media und gehört zu einer Kampagne. Ein Imagefilm soll verändern, was Menschen über dein Unternehmen denken. Mehr dazu steht in unserem Beitrag Imagefilm erstellen lassen: Vertrauen vor Verkauf.
Wir meinen: ja, wenn du die drei Fragen aus dem Selbsttest beantworten kannst. Für uns zählt die Aufgabe des Films, die Größe des Betriebs lassen wir außen vor.
Fazit: Erst die Aufgabe, dann der Imagefilm
Schreib deine drei Antworten aus dem Selbsttest auf, bevor du irgendwo anfragst. Wenn sie stehen, sieh dir an, wie Imagefilme bei uns entstehen. Hakt es bei einer, bring sie als offene Frage mit ins unverbindliche Erstgespräch. Dort klären wir erst das Problem und wählen dann die Filmart. Du erreichst uns auch unter 0451 93098950 oder info@drehgut.de.