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    Ablauf einer Firmenvideo-Produktion: Was Sie wirklich erwartet

    Die häufigste Ursache für schwache Firmenvideos ist kein schlechtes Licht und kein mittelmäßiger Schnitt. Es ist eine Konzeptphase, die aus Zeitdruck übersprungen wird. Kein Color Grading der Welt rettet eine Geschichte, die niemanden interessiert.

    Dieser Artikel zeigt ehrlich, was passiert, wenn Sie ein Firmenvideo erstellen lassen: Phase für Phase, inklusive der Stolpersteine, die viele Agenturen lieber verschweigen.

    Die drei Phasen, und warum die Gewichtung überrascht

    Jede Videoproduktion folgt derselben Grundstruktur: Pre-Produktion, Produktion, Post-Produktion. Was die meisten Auftraggeber nicht erwarten: Die Pre-Produktion macht in der Praxis oft 50 bis 60 Prozent des Gesamtaufwands aus. Der Drehtag selbst ist vergleichsweise kurz.

    Wer das nicht weiß, unterschätzt den Planungsaufwand. Dann wundert man sich, warum Wochen vergehen, bevor überhaupt eine Kamera aufgebaut wird.

    Phase 1: Konzept und Briefing

    Ein gutes Briefing beantwortet vier Fragen: Wer sieht das Video? Was soll diese Person danach tun? Wo wird das Video ausgespielt? Wie lang darf es sein?

    Klingt einfach. Ist es aber nicht.

    Das strukturelle Problem vieler Firmenvideos ist, dass sie für interne Entscheider produziert werden statt für den echten Zuschauer, der auf LinkedIn in drei Sekunden weiterschrollt. Das Gremium nickt, der Zuschauer scrollt. Ein gutes Briefing löst diesen Konflikt, bevor er entsteht.

    Plattformwahl und Videoformat sind dabei keine nachgelagerten Details. Sie gehören zur Konzeptarbeit von Anfang an. Wer erst nach dem Dreh entscheidet, ob das Video für Instagram oder für die Unternehmenswebsite gedacht ist, produziert Material, das auf keiner Plattform richtig funktioniert. Einen strukturierten Überblick, welche Formate für welche Ziele passen, bietet der DREHGUT-Artikel zu Videoformaten.

    Ein konkreter Tipp: Klären Sie intern, wer die finale Entscheidung über Botschaft und Zielgruppe trifft, bevor Sie in das erste Gespräch mit einer Produktionsfirma gehen. Diese Vorbereitung spart in der Konzeptphase mehr Zeit als jeder andere Schritt.

    Phase 2: Drehbuch, Storyboard und Drehplanung

    Ein Storyboard ist kein Hollywood-Dokument. Es ist ein klarer Plan, welche Szenen in welcher Reihenfolge gedreht werden, und warum. Der Wert liegt nicht in der Zeichenqualität, sondern in der gemeinsamen Abstimmung vor dem Drehtag.

    Drehtage sind teuer. Improvisation kostet Zeit und Geld. Wer Locations nicht vorab besichtigt, Ansprechpartner im Unternehmen nicht benennt und Personen vor der Kamera nicht vorbereitet, zahlt das am Drehtag in Form von Verzögerungen.

    Eine Frage taucht in dieser Phase fast immer auf: eigene Mitarbeiter oder externe Darsteller? Beide Optionen haben echte Vor- und Nachteile. Der DREHGUT-Blogartikel zu Profischauspielern vs. Amateurdarstellern stellt beide Seiten ehrlich gegenüber.

    Wer speziell einen Imagefilm plant, findet den gesamten Imagefilm-Ablauf noch detaillierter beschrieben.

    Phase 3: Der Drehtag

    Ein Drehtag ist straff. Aufbau, Licht setzen, Ton-Check, Dreh, Abbau. Wer einen entspannten Filmtag erwartet, wird überrascht sein.

    Das stimmt, und gleichzeitig nicht ganz. Straff bedeutet nicht steif. Ein gut vorbereitetes Team schafft auch in einem vollen Drehtag Momente, in denen die Atmosphäre stimmt und die Personen vor der Kamera auftauen. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis guter Vorbereitung und einer Crew, die weiß, dass entspannte Menschen besser wirken als angespannte. Bei DREHGUT gehört das bewusst zum Ansatz: Spaß am Set ist kein Luxus, sondern sichtbar im Endprodukt.

    Das am meisten unterschätzte Element bleibt der Ton. Schlechte Bilder verzeiht man eher als schlechten Sound. Schlechter Ton wirkt sofort unprofessionell und lässt sich in der Nachbearbeitung kaum retten. Professionelles Tonequipment und eine erfahrene Crew sind keine Luxusposition im Budget, sondern Grundvoraussetzung.

    Praktisch: Ruhige Drehorte wählen, Klimaanlagen abschalten, Handys auf lautlos stellen. Diese Kleinigkeiten entscheiden über die Tonqualität mehr als teure Mikrofone.

    Phase 4: Nachbearbeitung

    In der Nachbearbeitung passiert Folgendes: Materialsichtung, Rohschnitt, Feinschnitt, Tonmischung, Sounddesign, Farbkorrektur. Realistisch dauert das je nach Komplexität ein bis vier Wochen, oft länger als der Drehtag selbst.

    Color Grading kann Stimmung verstärken. Es kann schlechtes Licht aber nicht retten und ein schwaches Konzept schon gar nicht. Die Qualität der Nachbearbeitung hängt direkt davon ab, wie gut das Material am Drehtag war. Wer in der Pre-Produktion spart, merkt das spätestens hier.

    Phase 5: Feedback und Freigabe

    Das ist die ehrlichste Passage dieses Artikels.

    Die „ein bis zwei Feedbackrunden“, die viele Angebote versprechen, sind in der Praxis häufig Wunschdenken. Die interne Abstimmung zwischen Marketing, Geschäftsführung und manchmal auch Rechtsabteilung ist oft der komplizierteste und zeitaufwändigste Teil des gesamten Prozesses.

    Die Lösung ist strukturell: einen internen Entscheidungsverantwortlichen benennen, der Feedback bündelt und nach außen kommuniziert. Schriftliches, konsolidiertes Feedback statt mündlicher Einzelmeinungen spart Wochen. Und vorab klären, wie viele Feedbackrunden vertraglich vereinbart sind.

    Wie lange dauert das alles wirklich?

    Konkrete Orientierungswerte aus der Praxis: Ein einfaches Social-Media-Video braucht zwei bis vier Wochen. Einen Imagefilm oder Recruitingfilm erstellen zu lassen dauert vier bis acht Wochen. Ein Werbespot mit Konzeptentwicklung liegt bei sechs bis zwölf Wochen.

    Zeitdruck in der Konzeptphase ist der häufigste Fehler. Wer dort spart, zahlt später mit Nachdreh oder einem Video, das die Zielgruppe nicht erreicht.

    Was kostet eine Firmenvideo-Produktion in Schleswig-Holstein?

    Kosten hängen von Konzeptkomplexität, Drehtagen, Darstellern, Animationen und Nachbearbeitungsaufwand ab. Günstige Angebote sparen oft genau dort, wo es am meisten zählt: am Konzept und am Ton.

    Ein konkreter Tipp beim Angebotsvergleich: Fragen Sie gezielt, was die Konzeptphase umfasst und welches Tonequipment eingesetzt wird. Die Antworten sagen viel über die Qualität des Anbieters. Eine detaillierte Übersicht der Filmproduktionskosten hilft beim Einordnen eines realistischen Budgetrahmens.

    Den richtigen Partner finden

    Portfolio ansehen, Referenzen aus der eigenen Branche prüfen, auf klare Kommunikation im ersten Gespräch achten, transparente Angebote mit ausgewiesener Konzeptphase verlangen. Das sind keine weichen Kriterien, sondern Hinweise darauf, wie eine Produktionsfirma tatsächlich arbeitet.

    Achten Sie auch darauf, wie das Team im ersten Gespräch auftritt. Eine Crew, die offen kommuniziert und mit Freude an die Arbeit herangeht, bringt diese Energie auch an den Drehtag mit. Das klingt weich, macht sich aber im Ergebnis bemerkbar.

    Ein lokaler Vorteil ist real: Eine Filmproduktion in Lübeck oder generell in Norddeutschland kennt regionale Besonderheiten, spart Reisekosten und ist für Abstimmungsgespräche vor Ort erreichbar. DREHGUT arbeitet genau so: jung, agil, ergebnisorientiert, mit einem Team, das sich auf den Kunden einstellt statt nur auf Ästhetik.

    Was Sie mitnehmen sollten

    Konzept vor Kamera. Zuschauer vor Gremium. Ton ist kein Detail. Feedback braucht Struktur. Zeitpuffer einplanen. Wer diese fünf Punkte verinnerlicht, bevor er ein Firmenvideo erstellen lässt, hat die häufigsten Fehler bereits vermieden. Der Produktionsprozess ist planbar, wenn alle Beteiligten wissen, was sie erwartet. Ein erstes Gespräch ist der sinnvollste nächste Schritt, um zu klären, wie das für Ihr Unternehmen konkret aussieht.

    Sources

    • Eigene Produktionserfahrung und Projektdaten von DREHGUT, Lübeck
    • Allgemeine Branchenpraxis der professionellen Videoproduktion in Deutschland