Kurz gesagt: Die passende Imagefilm-Länge liegt oft bei rund zwei Minuten. Die klassischen vier bis sechs Minuten halten wir bei DREHGUT nicht mehr für zeitgemäß. Ein Imagefilm soll Vertrauen aufbauen, und dafür zählt eine klare Botschaft mehr als die Laufzeit. Wie lang dein Film genau wird, hängt vom Einsatzort ab. Kürzere Fassungen für Feed und Messe drehst du am besten gleich mit.
Wie lang ein Imagefilm sein soll, fragen uns viele Unternehmen schon im ersten Gespräch. Unsere Empfehlung fällt dann meist kürzer aus als erwartet. Die Antwort hängt an zwei Fragen: Was soll hängen bleiben, und wo läuft der Film?
Wie lang sollte ein Imagefilm sein?
Ein Imagefilm kommt in den meisten Fällen mit etwa zwei Minuten aus. Diese Zeit reicht, um zu zeigen, wer hinter deiner Firma steht und was sie besonders macht.
Ein Imagefilm, oft auch Unternehmensfilm genannt, stellt ein Unternehmen als Ganzes vor. Er erklärt kein einzelnes Produkt und ersetzt keine Stellenanzeige. Seine Aufgabe ist Vertrauen: Wer den Film gesehen hat, soll ein Gefühl dafür haben, mit wem er es zu tun hat.
Um dieses Vertrauen aufzubauen, braucht ein Imagefilm keine vier bis sechs Minuten. Unsere drei Imagefilme auf der Leistungsseite laufen 1:20, 1:47 und 2:22 Minuten, also alle unter zweieinhalb Minuten.
Imagefilm-Länge nach Einsatzort
Für Startseite und Vertriebsgespräch reichen meist rund zwei Minuten, für den Feed eher weniger als eine Minute. Auf der Messe funktioniert eine kurze Fassung, die auch ohne Ton verständlich ist.
Der Grund sind die unterschiedlichen Situationen, in denen Menschen den Film sehen. Auf der Website startet jemand den Film bewusst. Im Vertriebsgespräch zeigt der Film, wer hinter einem Angebot steht. Am Messestand sehen ihn die Leute im Vorbeigehen. Im Feed von LinkedIn oder Instagram konkurriert der Film mit allem, was dort sonst erscheint.
| Einsatzort | Was der Film dort leisten soll | Richtwert für die Länge | Beispiel aus unseren Projekten |
|---|---|---|---|
| Startseite und Website | einen ersten Eindruck geben und Vertrauen aufbauen | rund zwei Minuten | drei Imagefilme mit 1:20, 1:47 und 2:22 Minuten |
| Vertriebsgespräch und Angebot | zeigen, wer hinter dem Angebot steht | rund zwei Minuten | derselbe Film wie auf der Website; für Detailfragen später eine Success Story mit 5:48 oder 9:20 Minuten |
| Messe | im Vorbeigehen wirken, auch ohne Ton | kurze Fassung mit Texteinblendungen | Recruitingfilm für einen Messestand mit 1:35 Minuten |
| Social Media und Online-Werbung | im Feed auffallen und neugierig machen | unter einer Minute | Werbespot für eine Online-Kampagne mit 36 Sekunden |
| Kino | in wenigen Sekunden eine klare Botschaft setzen | unter einer Minute | Recruitingfilm als Kinospot mit 36 Sekunden |
Die Richtwerte sind eine Orientierung aus unseren Projekten und den Daten weiter unten. Im Einzelfall kann ein anderer Wert besser passen. Der Wert unter einer Minute stützt sich auf den Video-Anbieter Wistia. Er nennt in seinem Ratgeber zur Videolänge von 2025 für Markenbekanntheit und soziale Netzwerke weniger als eine Minute. Grundlage sind Aufrufe auf der eigenen Plattform, nicht auf LinkedIn oder Instagram.
Gibt es eine perfekte Videolänge?
Eine perfekte Videolänge, die für jeden Film gilt, gibt es nicht. Die Daten großer Video-Plattformen deuten aber klar in eine Richtung: Je kürzer ein Video ist, desto größer ist der Anteil, den Zuschauende davon ansehen.
Wistia hat für seinen State of Video Report 2026 über 13 Millionen Videos ausgewertet. Bei Clips unter einer Minute sehen Zuschauende laut dem Ratgeber von 2025 im Schnitt 52 Prozent der Laufzeit. Auf Startseiten, in Videogalerien und auf Produktseiten drücken laut dem Report anteilig die meisten Besucherinnen und Besucher auf Play. Dort schauen sie etwa bis zur Hälfte.
Der Anbieter Vidyard kommt im Video in Business Benchmark Report, AI Edition, von 2025 zu einem ähnlichen Ergebnis. Grundlage sind über 940.000 Aufnahmen aus dem Jahr 2024. Bei Videos unter einer Minute bleiben dort 65 Prozent der Zuschauenden bis zum Ende dabei, bei mehr als 20 Minuten nur noch 20 Prozent.
Beide Auswertungen stammen von Firmen, die Video-Software verkaufen, und werten das Material ihrer Kundschaft aus. Eine Auswertung nur für Imagefilme kennen wir nicht. Eine Studie mit Lernvideos zeigt aber ein ähnliches Muster. Forschende vom MIT, von der University of Rochester und von der Lernplattform edX werteten dafür 6,9 Millionen Videositzungen aus. Mindestens die Hälfte der Sitzungen dauerte höchstens sechs Minuten, egal wie lang das Video war (Guo, Kim und Rubin, 2014).
Wistia schreibt im Report selbst, dass kürzer nicht automatisch besser ist. Die Hauptbotschaft solle kommen, bevor die meisten abschalten. Für deinen Imagefilm mit zwei Minuten heißt das: Die wichtigste Aussage gehört in die erste Minute.
Was gehört in einen kurzen Imagefilm?
In einen kurzen Imagefilm gehört die eine Aussage, die bei deiner Zielgruppe hängen bleiben soll. Alles Weitere findet Platz in deinen Angeboten, auf deinen Seiten oder im persönlichen Gespräch.
Wer kürzer plant, muss früher entscheiden, was in den Film gehört. Das ist ein Vorteil: Ein Film mit zwei Minuten zwingt dich, die Kernaussage vor dem Dreh zu finden und nicht erst im Schnitt.
Drei Fragen helfen bei der Auswahl:
- Was soll jemand nach dem Film über dein Unternehmen denken?
- Welches Bild oder welcher Satz soll im Kopf bleiben?
- Was darf fehlen, weil es an anderer Stelle besser aufgehoben ist?
Firmengeschichte, vollständige Leistungsliste und technische Daten gehören meist zu dem, was fehlen darf. Das alles ist wichtig, deine Kundschaft kann es aber bei dir nachlesen. Ein Imagefilm zeigt dagegen, was sich schlecht nachlesen lässt, etwa die Menschen in deinem Team und wie ihr zusammenarbeitet.
Wie entstehen mehrere Längen aus einem Drehtag?
Mehrere Längen entstehen, wenn du sie vor dem Dreh einplanst. Dann lassen sich aus einem Drehtag neben dem Hauptfilm auch kürzere Fassungen für weitere Kanäle schneiden, ohne dass du mehrmals drehen musst.
Kürzere Fassungen brauchen oft eigenes Material. Eine Fassung für Instagram verlangt andere Bildausschnitte als der Hauptfilm. Eine Aussage, die als eigener Clip funktionieren soll, muss im Interview als vollständiger Satz fallen. Beides lässt sich beim Dreh leicht mitnehmen und im Schnitt kaum nachholen. Wie ein solcher Drehtag abläuft, liest du in unserem Beitrag dazu, wie aus einem Drehtag mehrere Formate entstehen.
So entsteht zum Beispiel ein ganzes Paket: der Hauptfilm für die Website, eine Fassung mit Texteinblendungen für den Messestand und kurze Clips für den Feed. Brauchst du laufend neue Clips, lohnt sich eher regelmäßiger Social Media Content als ein einzelner Drehtag.
Welche Länge ist für einen Recruitingfilm optimal?
Ein Recruitingfilm soll neue Mitarbeitende gewinnen. Auch hier hängt die optimale Länge davon ab, wo Bewerbende den Film sehen. Im Kino und auf Social Media reicht oft weniger als eine Minute, am Messestand oder auf der Karriereseite darf es mehr sein.
Zwei unserer Recruitingfilme zeigen, wie weit die Spanne reicht. Ein Kinospot, den wir für ein Sommerkino produziert haben, kommt mit 36 Sekunden aus. Ein Recruitingfilm für den Messestand eines Hotels läuft 1:35 Minuten. Er arbeitet vor allem mit Bildern und Texteinblendungen, weil er gezielt für den Einsatz am Stand entstanden ist.
Ein Imagefilm wirkt auch auf Bewerbende, ein Recruitingfilm richtet sich aber gezielt an sie. Soll ein einzelner Film beide Gruppen gleich stark ansprechen, wird er meist länger und für beide weniger klar.
Wenn zwei Minuten nicht reichen
Zwei Minuten werden eng, wenn ein Film ein erklärungsbedürftiges Produkt oder einen Ablauf Schritt für Schritt zeigen soll. Dann passt meist ein anderes Format besser als ein langer Imagefilm.
Für Details eignen sich andere Formate: Ein Produkt- oder Erklärvideo kann eine Maschine oder eine Software in Ruhe vorführen. Mehrere kurze Filme zu einzelnen Themen lassen sich gezielt dort einsetzen, wo eine Frage gerade aufkommt, etwa im Angebot oder auf einer Produktseite.
Auch Wistia ordnet Längen im Ratgeber von 2025 nach Aufgabe. Für Filme, die etwas erklären, etwa Anleitungen und Produktvorführungen, nennt der Anbieter eine bis fünf Minuten. Für Webinare, ausführliche Produktrundgänge und Fallstudien sind es fünf bis 30 Minuten.
Ein Beispiel für längere Formate sind Success Stories, also Filme über ein gelungenes Projekt. Unsere beiden Success Stories laufen 5:48 und 9:20 Minuten. In beiden stellen mehrere Partnerunternehmen gemeinsam ein komplexes Projekt vor, und dafür braucht es mehr Zeit.
Was die Länge für dein Budget bedeutet
Die Länge wirkt sich auf den Aufwand aus, sie ist aber nur einer von mehreren Punkten, die den Preis bestimmen. Dazu gehören auch der Umfang der Produktion, die Auswahl von Team und Personen vor der Kamera und die Zahl der Drehorte. Hinzu kommen der Aufwand in der Nachbearbeitung und die geplante Verbreitung. Eine Übersicht darüber, wovon die Kosten einer Filmproduktion abhängen, findest du in unserem Blog.
Wer vor dem Dreh weiß, wie viele Minuten der Film haben soll und wo er laufen wird, kann sein Budget genauer planen. Wie du Ziel, Zielgruppe und Einsatzort vorab festhältst, zeigt unsere Video-Briefing-Vorlage. Einen konkreten Preis nennen wir dir, sobald wir über dein Vorhaben gesprochen haben. Im Konzeptgespräch, dem ersten Schritt unseres Ablaufs, klären wir mit dir Bedarf, Zielgruppe und den inhaltlichen Rahmen des Films.
Häufige Fragen
In den meisten Fällen ja. Beide Begriffe stehen für einen Film, der ein Unternehmen als Ganzes vorstellt. Manchmal dient Unternehmensfilm auch als Oberbegriff für Imagefilm, Recruitingfilm und andere Firmenfilme. Die Länge richtet sich in beiden Fällen nach Ziel und Einsatzort.
Ja, als kurze Fassung für Social Media oder für Werbung. Für den Hauptfilm auf der Website ist mehr Zeit sinnvoll, damit neben der Kernaussage auch Menschen und Arbeitsweise Platz haben. Unsere eigenen Imagefilme liegen deshalb alle über einer Minute.
Nicht automatisch. Die Länge ist nur einer von mehreren Kostenfaktoren. Ein kurzer Film an mehreren Drehorten kann mehr Aufwand bedeuten als ein längerer Film an einem Ort.
Am besten, bevor der Drehplan entsteht. Bei uns folgt die Drehplanung direkt auf das Konzeptgespräch. Wer bis dahin weiß, wo der Film laufen soll, kann Hauptfilm und kürzere Fassungen gemeinsam planen lassen.
Fazit: Erst die Botschaft, dann die Länge
Ein Imagefilm kommt oft mit rund zwei Minuten aus. Wichtiger als die Laufzeit sind die eine Aussage, die sich einprägen soll, und die Frage, wo der Film läuft. Aus beidem ergeben sich die Länge des Hauptfilms und die kürzeren Fassungen für Messe und soziale Netzwerke. Wie das aussehen kann, zeigen unsere Imagefilme.
Planst du gerade einen Imagefilm für dein Unternehmen? Dann notier dir vor deinem unverbindlichen Erstgespräch die eine Aussage und alle Orte, an denen er laufen soll.